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Tagebaurestloch angedeutet im Findlingspark Nochten
Dazu kamen noch die Schneisen für Hochspannungsleitungen, die Strecken der Grubenbahnen und sämtliche technischen Bauwerke, die alle Platz beanspruchen. Tatsächlich konnte man oft von "Mondlandschaften" sprechen. Wenn die Braunkohle abgebaut war, bleiben die "Restlöcher", die sich rasch mit Wasser füllten und zu Seen anwuchsen. Am bekanntesten sind der Knappensee bei Großsärchen, der Silbersee bei Lohsa und das Restloch Mortka. Die neuen Seen sind bereits zum Lebensraum vieler Tiere geworden, und in der Zeit des Vogelfluges im Frühling und im Herbst sind sie Rastplätzen für die Zugvögel. Nach Jahren entstanden Schilfgürtel und viele andere Uferpflanzen siedelten sich an. Auf Hochhalden sind neue Bodenschichten aufgebracht und mit Wald bepflanzt worden. Hierher sind die wildlebenden Tiere zurückgekehrt. Es ist beinahe verwunderlich, daß solche neuen Landschaftensformen aus Menschenhand hervorgegangen sind.
Pflanzen und Tiere
Sind die empfindlichsten Glieder der Landschaft. Das bedeutet, sie leiden zuerst darunter, wenn der Mensch das Gleichgewicht stört. Am besten ist das wohl an den Wäldern zu sehen. Natürliche Wälder gibt es kaum noch, nur an schwer zugänglichen Stellen, wie den Skalentälern sind artenreiche naturnahe Restlöcher erhalten geblieben. Noch zu Beginn des Mittelalters bedeckten geschlossene Buchen- Tannen-Wälder unsere Mittelgebirge, Fichten dagegen waren sehr spärlich zu finden. In den niedrigeren Bergländern wuchs ein Buchen- Eichen-Mischwald mit vereinzelten Kiefern.
Wölfe in der Lausitz
Wo die Natur gleich vor der Haustüre beginnt, macht es richtig Lust, sich aufs Rad zu schwingen, endlos zu laufen oder den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen. Segeln, schwimmen, durch Schluchten touren: Alles ist möglich, alles liegt so nah. Streit um Wolfsmanagement-Plan Nutztierhalter wollen Hilfe vom Land/ Umweltverbände begrüßen Regelung 80 Behörden, Verbände und Vereine haben mehr als zehn Monate lang diskutiert. Nun ist der Wolfsmanagement-Plan fertig. Darin hat die Landesregierung Brandenburg den Umgang mit dem Wolf für die Jahre 2013 bis 2017 neu geregelt. Doch hinter den Kulissen knirscht es weiter. "Ich habe Angst, nachts aus dem Haus zu gehen" Wölfe machen den Menschen im Rheintal (Schweiz)Angst. Der WWF warnt, dass sich das Rudel an Schafe als Nahrung gewöhne.
Rollende Räder Im statistischen Durchschnitt legt jeder jeder Voralberger pro Jahr 235 km auf seinem Rad zurück. Das ist Österreich-Rekord und spricht für die gute Infrastruktur. Das Radwegenetz ist bestens ausgebaut. Und Rad fahren macht hierzulande einfach Spaß. Die Strecken am Seenland sind angenehm eben und führen durch landschaften, die man mit dem Auto so nie erkunden könnte: direkt an Seenufern und durchs Naturschutzgebiete wo der Wolf wieder heimisch geworden ist. Wundervolle Wander- und Radwege im Flachland und dem Schlesisch-Zittauer- Gebirge Selbst mutige Kletterer finden hier so manches Plätzchen in der Sächsischen Schweiz, was bei uns fast vor der Tür liegt, die Routen bis zum Schwierigkeitsgrad 10. Die meisten Menschen bevorzugen jedoch sanfte Bergerlebnisse. Und die gibt es in reicher Zahl. Besonders bequem dort, wo Seilbahnen auf die Gipfel schweben
Überraschend Ein kleines Land irgenwo in der Lausitz. Kleine Städte, gemüdliche Dörfer. Alle sehr beschaulich, ließe sich aus entfernter Betrachtungsweise vermuten, Kultur? Na ja. Wie das halt so ist in der Prowinz. Wer genauer hinschaut, wird überrascht sein. Selbst aufmerksame Bewohner der Region sind überrascht, wie sich das Kulturleben in den letzten Jahren nach der Wende entwickelt hat. Und ein bischen stolz. Bei aller lausitzer Bescheidenheit. Es klingt und swingt im Lands, Außergewöhnliches wird sichtbar. In allen Stillrichtungen. Zu allen Jahreszeiten.
Variantenreich Im Laufe der Jahre gewannen die Menschen in der Region zusehends mehr Lust am Inszenieren. Große und kleine Festivals entwickelten sich, werden entwickelt. Fröhliche Feste beleben die Städte rund ums Jahr. Kulturhäuser und Museen entstanden oder wurden erneuert. Spannende Impulse setzte die moderne Architektur. Mit einem ganz besonders hohen Anspruch an Qualität und Ästhetik. Nirgenwo sonst im Tagebauland sind die Kunst- und Kulturkalender so variantenreich bestückt.
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Durch Natur und Geschichte Auf 70 km von Guben über Neuzelle ins Schlaubetal Wer Brandenburg als radlerfreundliches Flachland kennt, wird im Schlaubetal eines Besseren belehrt. Die Schlaube hat eine tiefe Furche gezogen und damit viele Hügel geschaffen. Für die Mühen wird der Radler aber entschädigt. Von der Bremsdorfer zur
Schlaubemühle geradelt - direkt an der Schlaube entlang, auf Wegen, die eigentlich nur etwas für passionierte Mountainbiker oder Wanderer sind. Die Schlaube hat eine imposante Landschaft geformt - mit bis zu 30 Meter tiefen Schluchten. Meist gut ausgebaute Radwege oder ruhige Landstraßen abseits der Schlaube sorgen aber dafür, dass auch Flachland-Radler die Tour gut bewältigen: Sie führt von Guben über Neuzelle durch den Südzipfel des Bachtals, und sie vereint Höhepunkte sowohl für Naturliebhaber als auch bauhistorisch   Interessierte   und Freunde eines guten Tropfens. Der etwa 70 Kilometer lange Rundkurs beginnt in Guben auf dem  Oder-Neiße-Radweg  in Richtung Norden. Schon in Groß Breesen wird dieser wieder verlassen, um links nach Sembten abzubiegen. Weiter geht es über Bomsdorf, wo es einen sehenswerten Park mit jahrhundertealtem Baumbestand gibt, über Schwerzko mit seiner historischen Sägemühle nach Neuzelle. Dort lohnt ein längerer Zwischenhalt, um das 1268 gegründete Kloster, das im 17. und 18. Jahrhundert Barock überarbeitet wurde, zu besichtigen. Es ist eine der wenigen vollständig erhaltenen  Klosteranlagen  Deutschlands. Dazu gehören neben der prunkvollen  Stiftskirche  eine weitere Kirche und ein Barockgarten. Ganz anderen Genüssen darf der Radier in der benachbarten Klosterbrauerei frönen. Die Klosterbrennerei bietet neben Kräuterlikören, Bränden und Geisten auch Absinthe an. Im Klosterlädchen gibt es außerdem frisches Brot und Wurst aus der Region. Von Neuzelle aus geht's auf dem parallel zur Straße verlaufenden Radweg in Richtung Treppeln und Wirchensee weiter. Der Wirchensee ist von Wäldern  umgeben.  Lebensweisen von Pflanzen und Tieren werden auf einem Naturlehrpfad erklärt. Die Schlaubemühle, der Sitz eines Naturschutzzentrums des BUND. Auch dort gibt es - neben einem kleinen Imbissangebot - vielfältige Informationen über die Natur im Schlaubetal, etwa über den Reiher, den Kranich oder Frösche, die einem am Wegesrand begegnen können. Hinter der Schlaubemühle geht es nach links in Richtung Reicherskreuz über teils schlecht befestigte  Asphalt-,  Beton-  oder Pflasterwege. Doch nach drei Kilometern ist der Radweg wieder bestens  asphaltiert.  Von  Reicherskreuz geht es über einen recht schlechten Feldweg nach Henzendorf. Die Mühen lohnen sich aber wegen des Findlingsparks, der nach drei Kilometern, kurz vor Henzendorf, auftaucht. Von Henzendorf, dessen Gaststätte ebenfalls den Schlaubetal- Teller anbietet, geht es über Bahro,  Göhlen und  Groß Drewitz nach Grano, wo zum Schluss wieder ein guter Tropfen wartet: der Gubener Wein. Die Weinbau-Tradition im Gubener Nachbarort Grano wurde erst vor sieben Jahren wiederentdeckt. Dies aber mit so viel Leidenschaft, dass neben der kompletten Weinproduktion in Guben heute auch Wissen an andere Brandenburger Winzer weitergegeben wird. Auf einem Hektar bauen die Gubener verschiedene Weine an, darunter auch alte Sorten, die in Privatgärten entdeckt wurden. Zurück nach Guben geht es über einen etwas unebenen Fahrradweg, der aber angesichts der sonst gut ausgebauten Strecke kaum ins Gewicht fällt. Wem die 70 Kilometer lange Tour mit Auf- und Abfahrten zu lang ist, der lässt Neuzelle aus und fährt über Bomsdorf, Göhlen und Bahro direkt nach Treppeln zum Wirchensee. Die Stadt- und Hauptkirche von Gubin, gleich hinter der Grenze neben dem alten Rathaus zu finden, ist derzeit noch eine Ruine. Die Kirche, die mit 70 Metern Länge zu den größten der Niederlausitz gehört, wurde 1945 zerstört. Seit 2005 kümmern sich eine polnische Stiftung und ein deutscher Förderverein um den Wiederaufbau. Viele Häuser in Reicherskreuz  sind  komplett oder teilweise aus Feldsteinen gebaut und noch gut erhalten bzw. restauriert. Deshalb steht das Angerdorf mit seinen Dreiseitenhöfen unter Denkmalschutz. Um Steine geht es auch im Findlingspark Henzendorf. Er versammelt stumme Zeugen der Eiszeit - Findlinge aus verschiedensten Zeiten und Kulturen. Die ausgestellten Findlinge wurde im Tagebau Nochten (Sachsen) gefunden und zum Teil durch Künstler nach historischem Vorbild bearbeitet. Der Park ist frei zugänglich. Helmut Moelle und seine Mitstreiter vom Gubener Weinbauverein haben alte Traditionen wiederbelebt. Auf ihrem Weinberg in Grano bei Guben bieten sie  Führungen für angemeldete Gäste an.